
Kultur und Geschichte am Rhein
Die Gemarkung der „Hammer Aue" war über viele Jahrhunderte linksrheinische Besitzung und von 1797 bis 1814 sogar dem französischen Departement „Mont-Tonnerre" zugehörig. Danach wurde sie hessisches Staatsgebiet und der rechtsrheinischen Gemeinde Groß-Rohrheim zugeschlagen. Das Großherzogliche Wasserbauamt in Worms beantragte im Jahr 1907 in dieser Gemarkung den Bau einer Schutzhütte. Diese Schutzhütte wurde mit einer Glocke (im Volksmund „Schelle") versehen, welche der rechtsrheinischen Bevölkerung dazu diente, den linksrheinisch wohnenden Betreiber einer Personenfähre anzurufen.
Im kommenden Jahr wird dieses „Schellhäuschen" 120 Jahre alt, und der Heimat- und Geschichtsverein würde das gerne zum Anlass nehmen, dieses historische Gebäude aufzuwerten und sozusagen zum Info-Zentrum für Kultur und Geschichte auszubauen. Das Schellhäuschen sollte dann als fester Anlaufpunkt in die Führung des bereits bestehenden „Claus-Kröncke-Wanderweges" eingebunden werden. Die Geschichte der hessischen Rheinauen ist voll von interessanten Informationen, die einerseits viel zu wenig bekannt sind und andererseits ohne Darstellung verloren gehen. Der Heimat- und Geschichtsverein ist bereits Mieter des Schellhäuschens.
